„Sauvages“ ist ein kindgerechtes Initiationsmärchen, das im Wald von Borneo spielt. Vor dem Hintergrund der Palmölproduktion thematisiert es die menschlichen, kulturellen, sozialen und ökologischen Dramen, die diese Industrie verursacht.
Die Ausstellung „Sauvages“ lädt Groß und Klein dazu ein, den Zauber des Films fortzusetzen, indem sie einen Einblick in die Intimität seiner Entstehung gewährt. Reich illustriert mit Originaldokumenten – Zeichnungen, Reisetagebüchern, Kulissen, Figuren –, die von Claude Barras und seinem Team geschaffen wurden, gliedert sich die Ausstellung in drei Höhepunkte.
Der erste Abschnitt beleuchtet die großen ökologischen und kulturellen Herausforderungen der Region: Abholzung, Palmöl-Monokultur, Verschwinden indigener Traditionen. Hier wird insbesondere der Kampf des Volkes der Penan thematisiert, der durch den Schweizer Umweltaktivisten Bruno Manser bekannt wurde, der im Jahr 2000 im Dschungel von Sarawak auf der Insel Borneo verschwand.
Der zweite Teil gibt Einblicke in die Entstehung und die einzelnen Produktionsschritte des Films: Vom Verfassen des Drehbuchs über die Entwicklung der Figuren bis hin zur Realisierung der Kulissen wird der Besucher eingeladen, das Filmstudio zu betreten und die außergewöhnliche Detailarbeit zu entdecken, die der Entstehungsprozess mit sich bringt.
Schließlich versetzt ein letzter Abschnitt den Besucher mitten in die Dreharbeiten. Intime Fotografien und bisher unveröffentlichte Zeitzeugenberichte offenbaren die besondere Atmosphäre, die am Set herrschte, und würdigen das leidenschaftliche Engagement des gesamten Filmteams.
